KOMPOSITION

 

ABGANG 1 – Mit Abgesang – für Altblockflöte, Harfe, Kontrabass
(Komposition: Michaela Schausberger)

Ein möglicher Abgang von der Lebensbühne:
Jemand geht, weil er zu gehen hat. Es bleibt nichts anderes übrig als sich dem Weg in der verbleibenden Zeit hinzugeben. Man geht ja nicht nur selbst, man wird ja auch gegangen.
Die Person spürt die Zeit im Gehen verstreichen.
Sie will noch sagen und erzählen – und auch fragen. Und aufbegehren!
Dann aber doch die Entscheidung, lieber auf den letzten Metern im eigenen Lebensrhythmus zu schwingen und zu singen.

Der Kontrabass verkörpert die (männliche?) Person. Harfe und Flöte spiegeln Persönlichkeitsanteile. Und sie unterstützen beim Vorankommen.

ABGANG 2 – Kein Lied – für Tenorblockflöte, Harfe, Kontrabass
(Komposition: Michaela Schausberger)

Gedanken über den Abgang von der Lebensbühne:
Musikalisch ausgedrückt mit Ganztonreihe, Quarten, Glissandi, harten Pizzicatos. Und Melodien.

„Er sagt, es gibt keine Seele. Daher gibt es auch kein Lied, das unsere Seele beim letzten Abflug hören möchte.
Und er sagt, das Lebensende wird geprägt sein von Angst und dem intellektuellen Denken über diese Angst, ob nicht doch Hoffnung eine geeignete Einstellung wäre, ihr, der Angst, zu begegnen.
Der Vorhang wird im letzten Moment einfach abreißen. Unvermittelt und endgültig.
Er sagt, er hat keine Seele. Aber wenn er sich was wünschen könnte, möchte er, dass sein letzter Ton ein A sein wird.“

TRIO FEUERHOLZ
Karin Hageneder – Blockflöten
Angela Stummer – Harfe
Thomas Stempowski – Kontrabass

UA: 9.Mai 2014, Gmunden

 

LUNA UND DIE HORDE – a Short Story about Being Female
(Komp: M. Schausberger Text: M.Schausberger/Pattie Smith)

JANUS ENSEMBLE
Anna Anderluh – Stimme
Simon Frickr – Violine, Sprecher
Fabian Rucker – Bassklarinette, Sprecher
Jonathan Frick – Synthesizer
Tibor Kövesdi – E-Bass, Sprecher
Herbert Pirker – Drums, Sprecher
Raimund Vogtenhube – Electronics
Christoph Cech – Leitung, Synthesizer

UA: 27. Juli 2012, Arkadenhof Viktring-Klagenfurt

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R. A. W. A. R. W. W. A. R. W. R. A
(Komp./Text M. Schausberger)
Piece für Solostimme, präparierte Pappschachteln und Spieluhrgetriebe

Ausführende
Michaela Schausberger

– Wenn die Realität sich unverfremdet
als Hirngespinst entpuppt,
als Welt ohne Kommentar –
Und
Wenn in der Abstraktion
Gedanken – im Gegensatz zum Handgreiflichen –
gefiltert auf den Punkt gebracht werden,
Dann
entstehen Wirklichkeiten,
die aus dem Leben gegriffen sind
und die zu einem Leben bis zur Erschöpfung auffordern.
Wirklichkeiten, die aber auch
gleichzeitig oder gerade deswegen
Erlösungspotentiale in sich tragen.
Und zwar als jenes „Dort“,
wo jede und jeder von uns wirkt und verwirklicht –

„Kommt“, sagt Ottilie zu Max und ihrem Josef.
„Meiern wir nicht lange herum! –
Springen wir doch gemeinsam vom Großen Priel“

(Textcollage: M. Schausberger)

UA: 2.Juli Kunstforum Salzkammergut
anlässlich der Ausstelllungseröffnung  Wirklichkeiten zwischen Realität und Abstraktion

 

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WE SIT BELOW für 4 Pianisten, 2 Posaunen, E-Gitarre und Singstimme
(M. Schausberger 2012)

Es geht um´s Stehen und um´s Sitzen: Zwei Optionen, sich im Verhältnis
zur Schwerkraft zu befinden. Es geht aber auch um den biomechanischen
und energetischen Aufwand, von einem Zustand in den anderen zu kommen
(und wieder zurück). Der Bewegungsablauf des Aufstehens und Niedersetzens.

Im übertragenen Sinn: Für etwas einstehen. Für etwas aufstehen. Sich für etwas einsetzen.
Eine abwartende Haltung im Sitzen einnehmen. Genügend Sitzfleisch haben. Sich aufgrund
emotionaler Irritierung niedersetzen. Seinen eigenen Stand gegenüber anderen behaupten
usw……

Auch das sind Aspekte dieser Komposition.

 

WELTABHANDEN
(M. Schausberger 2011)

– basiert auf der mahlerschen Gesangslinie des Friedrich Rückert-Gedichtes
„Ich bin der Welt abhanden gekommen“.

Die Verse beschreiben für mich das erfolgreiche Ende einer konsequenten
Suche nach den eigenen Glücksmomenten.

Friedrich Rückert schafft eine Idee des Wohl-Seins in einer Welt,
die einem genau dieses nicht immer leicht macht.

Ausführende
Michaela Schausberger – Sopran
Fabian Rucker – Tenor Saxophon
Alexander Gheorghiu – Violine
Martina Engel – Viola
Arne Kircher – Violoncello
Tibor Kövesdi – Kontrabass
Roozbeh Nafisi – Santur
Christoph Cech – Leitung

UA: Juli 2011 Musikforum Viktring (Abschlusskonzert Kompositionswerkstatt)

 

NICHT NITSCH für 2 Violinen, Viola, Violoncello, Kontrabass, Santur
(M. Schausberger 2011)

an- auf- aus- und beschütten
daneben schütten
hinauf- hinein- hinüber- hinunterschütten
wegschütten verschütten
zu- und zurückschütten

Ausführende
Janus Ensemble:
Fabian Rucker – Bassklarinette
Alexander Gheorghiu – Violine
Irene Kepl – Violine
Martina Engel – Viola
Arne Kircher – Violoncello
Tibor Kövesdi – Kontrabass
Roozbeh Nafisi – Santur
Christoph Cech – Leitung

UA: Juli 2011 Musikforum Viktring (Abschlusskonzert Kompositionswerkstatt)

 

VERGLOCKENSPIELT für Blaskapelle und Bigband
(M. Schausberger 2011)

Ausführende
Blaskapelle Hagenberg
Think Bigger Orchestra
Gesamtleitung: Christoph Cech

UA: Juni 2011, Hagenberg

 

REINE LEGENDE mahlerisches Musizieren mit Spiellaune
(M. Schausberger 2010)

Die Gesangslinie von Mahler´s „Rheinlegendchen“ ist Ausgangspunkt
und Inspiration für die Neuvertonung des Wunderhorn Gedichtes.

Ausführende
Michaela Schausberger – Sopran
Sonja Korak – Querflöte
Fabian Rucker – Bassklarinette
Christian Heitler – Klavier
Igor Gross – Perkussion
Christoph Cech – Leitung

UA: Juli, 2010; Musikforum Viktring (Abschlusskonzert Kompositionswerkstatt)

 

 

WEISS IN SEITENLAGE für zwei Solostimmen und vier Hände
(M. Schausberger 2010)

Ausführende

Michaela Schausberger – Sopran, Perkussion
Veronika Franner – Mezzosopran, Perkussion

UA: August 2011